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Die Lage
Die meisten Reblagen des Markgräflerland sind an den Westhängen der Schwarzwaldberge. In der Hauptsache findet man deshalb auch sogenannte Westlagen. Der Sommerberg in Ebringen hebt sich hier etwas ab. Er ist ein kleiner Ausläufer eines Schwarzwald-Vorberges, dem Schönberg. Der kleine mit Reben bepflanzte Bergrücken erstreckt sich von ost nach west und hat dadurch nicht nur gute Westlagen, sondern auch eine hervorragende Südlage. Die Weinberge befinden sich auf einer optimalen Höhenlage von 270 bis ca. 320 m ü.NN.
Der Boden
Aus früheren Verwitterungs- und Erosionsperioden sind die Bodenformen oft umgelagert worden, so daß der gesamte Berg meist aus mäßig kalkhaltigen Lößlehmen oder tonigen Lehmen, Mergel- und Kalkverwitterungsresten besteht. Im Untergrund findet man gelegentlich Ton- und Mergelschichten, die sich lagenweise bis in den Oberboden zeigen.
In den Gewannen Leinele und Berg können wir geringere Lößanteile aber einen höheren Steingehalt (Muschelkalk) feststellen. Die damit verbundene Flachgründigkeit führt dazu, dass im Gros der Jahre kein Vollherbst zu erwarten ist. Der geringere Traubenertrag wirkt sich aber immer positiv auf die Qualität aus. Hier finden unsere Burgundersorten für das Markgräflerland unvergleichliche Wachstumsvoraussetzungen. In den Gewannen Niederberg und Fehlen finden wir tiefgründigere Böden mit mehr Tonanteil. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die Bodenfeuchte aus, da diese Böden eine höhere Wasserspeicherkapazität besitzen. Hier gedeiht vor allen der Gutedel (Chasselas), da diese Rebsorte gerne etwas mehr Wasser im Boden bevorzugt als die anderen Sorten. Für den Sauvignon blanc hat sich das Klämle als ideal herausgestellt. Ähnlich flachgründig und mit höherem Steingehalt wie im Leinele ist dieses Gewann nach Westen ausgerichtet. Feinnervige Mineralität in Kombination mit feiner Frucht prägen somit die Weine, die hier reifen.
Der günstige Bodennährstoffgehalt, die mittlere Humusversorgung und das hohe Wasserspeicherungsvermögen bilden die Grundlage für eine hohe Bodenfruchtbarkeit und damit einen idealen Standort für die Weinrebe.
Weitere detailierte Informationen finden Sie unter:
www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/weinbauatlas/start_map.htm#
Das Klima
Unter Klima verstehen wir den langjährigen Durchschnitt der Witterungsabläufe. Durch das ungewöhnliche Wettergeschehen einzelner Jahre oder kurzer Zeitspannen sollte man sich den Blick für die langjährig gültigen Klimadaten nicht verstellen lassen. Ideal für eine gute Reblage ist eine optimale Harmonie von Sonne, Wärme und Feuchte.
Die Hauptmenge des Niederschlags fällt in Deutschland im Sommerhalbjahr, also während der Vegetationszeit, wenn die Reben Wasser für ihr Wachstum brauchen. In den Monaten Mai bis August, in der Zeit des größten Wasserbedarf der Reben werden 40-45 % der Jahresniederschlagsmengen registriert. Dies trifft auch für den Ebringer Sommerberg zu. Allerdings kann es in manchen Jahren zu stärkeren Regengüssen kommen, dann nämlich, wenn die tiefliegenden Gewitterwolken meist von südwesten kommend am Schönberg “hängenbleiben” und sich ausregnen. In trockenen Jahren hat dies schon oft dazu geführt, dass die Reben im Sommerberg keinen Durst leiden mußten, da dadurch immer Wasser nachgliefert wurde. Zum Reifebeginn der Trauben hin nehmen die Regenfälle wieder ab, und das ist gut so, denn zuviel Wasser wirkt sich in dieser Phase nicht positiv auf die Traubenreifung aus. Das durch die optimale Wasserversorgung freudige Wachstum der Reben erfordert aber einen Mehraufwand und eine sorgsame Pflege für den Winzer. Diese Arbeit wird aber durch die besondere Qualität der Weine gelohnt.
Viel Sonne, viel Wärme
Ein Rebhang sollte immer viel Energie von der Sonne empfangen können. Ein Maximum wird erreicht, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Erde auftreffen. Bekanntermaßen hat bei uns ein steiler Südhang den größten Energiegenuß. Hier liegt wiederum das “Leinele” und das Gewann “Berg” am günstigsten. Gleich gefolgt von den Gewannen “Summerhisli”, Esel, Sohnhansen und Biegarten.Während Osthänge einen hohen Energiegenuß am vormittag haben, trifft dies für die Westhänge am Nachmittag zu. So können die Reben an den Westhängen des Sommerbergs die intensive Sonnenstrahlung mit der höchsten Tagestemperatur genießen. Dies trifft vor allem für die Reben in den Gewannen Unterer - und Oberer Niederberg, Emlet , Hessen und Stirne zu. Die Wärmegunst wird aber auch durch die Sonnenscheindauer beeinflußt und hier hat der Sommerberg ideale Voraussetzung, da die Reblagen eine lange Sonnenscheindauer, die durch kein Gebirge beeinflußt wird, genießen können.
Qualität der Reblage, Qualität der Weine
Die Art, der Charakter und der Typ eines Weines werden unter anderem durch die Einflüsse von Klima und Boden des jeweiligen Standorts geprägt. Am Standort Ebringer Sommerberg findet man ein optimales Zusammenspiel der Klima- und Bodenfaktoren. Mit der Wahl der richtigen Rebsorte können diese Standortbedingungen Weine erzeugt werden, die durch Eleganz und feiner Frucht bestechen.
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